Amigurumi-Teile sauber zusammennähen

Lass an jedem Teil einen langen Faden stehen, stecke es an der vorgesehenen Stelle fest und nähe es mit einer Wollnadel und demselben Garn an. Bei einem offenen Teil wie einem Arm oder Ohr führst du die Nadel durch beide Maschenglieder jeder Randmasche und anschließend unter einer Masche des Körpers hindurch. Arbeite so einmal rundherum. Ziehe jeden Stich gleichmäßig fest, verknote den Faden und verstecke das Fadenende im Häkeltier.

Das brauchst du
- Wollnadel (stumpf, mit großem Öhr)
- Lange Stecknadeln oder Quiltnadeln
- Der lange Faden am jeweiligen Teil oder farblich passendes Garn
- Schere
- Maschenmarkierer
Schritt für Schritt
- Einen langen Faden stehen lassenWenn du bei einem Teil, das später angenäht wird, den Faden abschneidest und durchziehst, lass ein Fadenende stehen, das etwa dreimal so lang ist wie die zu nähende Kante. Das ist einfacher, als später neues Garn anzusetzen.
- Das Teil feststeckenHalte das Teil an die in der Anleitung angegebene Stelle und führe die Stecknadeln durch die Kante in den Körper. Betrachte das Häkeltier vor dem Nähen von vorn, von der Seite und von hinten. Stecknadeln lassen sich leicht versetzen, genähte Stiche nicht.
- Den Faden einfädelnFädle das Fadenende in eine Wollnadel ein. Eine stumpfe Nadel gleitet zwischen den Garnsträngen hindurch, anstatt das Garn zu spalten.
- Ein offenes Teil annähenBei einer offenen Kante, etwa an einem Arm, Ohr oder Schwanz, führst du die Nadel durch beide Maschenglieder der nächsten Randmasche und anschließend direkt dahinter unter einer Masche des Körpers hindurch. Ziehe den Stich gleichmäßig fest und wiederhole dies rund um die gesamte Kante.
- Ein geschlossenes oder flachgedrücktes Teil annähenBei einem geschlossenen oder flachgedrückten Teil, etwa einem gefüllten Bein oder einem flachen Ohr, nähst du zuerst durch eine Masche des Teils und dann durch eine Masche des Körpers. Arbeite mit kleinen Stichen, damit die Naht zwischen den gehäkelten Maschen verschwindet.
- Vor dem Schließen der Öffnung nachstopfenBei gefüllten Teilen wie einem Kopf oder Bein nähst du zunächst fast vollständig rundherum. Gib dann noch etwas Füllwatte in den Hals oder die Verbindungsstelle, damit das Teil nicht wackelt, und schließe anschließend die Naht.
- Faden sichern und versteckenKnüpfe dicht an der Oberfläche einen kleinen Knoten. Stich mit der Nadel neben dem Knoten ein und auf der gegenüberliegenden Seite des Häkeltiers wieder aus. Ziehe vorsichtig, bis der Knoten im Inneren verschwindet, und schneide das Fadenende bündig ab.
Den Kopf am Körper befestigen
Der Kopf ist das schwerste Teil und braucht deshalb eine besonders stabile Naht. Bei vielen Anleitungen endet der Körper mit einer offenen letzten Runde und einem langen Faden zum Annähen.
- Stecke den Kopf so fest, dass die letzte Runde des Körpers auf der in der Anleitung angegebenen Runde des Kopfs sitzt. Der Rundenübergang am Kopf, an dem du den Maschenmarkierer versetzt hast, sollte nach hinten zeigen.
- Nähe durch beide Maschenglieder jeder Masche der letzten Körperrunde und anschließend unter einer Masche des Kopfs hindurch. Achte darauf, dass alle Stiche gleich groß sind.
- Halte nach etwa drei Vierteln der Runde an, gib zusätzliche Füllwatte in den Hals und schließe danach die Naht.
- Falls der Kopf noch wackelt, nähe ein zweites Mal rund um den Hals.
Welcher Stich eignet sich wofür?
| Stich | Geeignet für | So sieht die Naht aus |
|---|---|---|
| Überwendlichstich | Offene Teile wie Ohren, Arme oder Schwänze, die am Körper angenäht werden | Kleine sichtbare Stiche entlang der Kante; sauber, wenn sie gleichmäßig festgezogen werden |
| Matratzenstich | Zwei gefüllte Teile, die Kante an Kante verbunden werden, etwa Kopf und Körper | Nahezu unsichtbar; die Naht zieht sich zwischen die Maschen |
| Rückstich oder gerade Stiche | Flache Details wie Mund, Augenbrauen oder Wangen | Eine durchgehende Linie oder kleine Striche auf der Oberfläche |
Häufige Fehler
- Schief sitzende Teile. Die Teile werden angenäht, ohne sie vorher festzustecken. Stecke beide Seiten, also etwa beide Ohren oder beide Arme, fest und vergleiche ihre Position, bevor du eines davon annähst.
- Zu kurzes Fadenende. Wenn der Faden nicht reicht, verknote das kurze Ende im Inneren, setze einen neuen Faden an und nähe weiter.
- Zu lockere Naht. Bei lockeren Stichen wackelt das Teil und es entstehen sichtbare Lücken. Ziehe jeden Stich gleichmäßig fest, aber nicht so stark, dass sich das Häkelstück zusammenzieht.
- Falsche Nadel. Eine spitze Nähnadel spaltet das Garn und bleibt daran hängen. Verwende eine stumpfe Wollnadel.
Häufig gestellte Fragen
Mit welchem Stich näht man Amigurumi-Teile zusammen?
Für offene Teile wie Arme und Ohren wird meist der Überwendlichstich verwendet. Wenn du zwei gefüllte Teile wie Kopf und Körper miteinander verbindest, ergibt ein Matratzenstich eine nahezu unsichtbare Naht.
Wie lang sollte der Faden zum Annähen sein?
Der Faden sollte etwa dreimal so lang wie die Kante sein, die du annähen möchtest. Für ein kleines Ohr reichen normalerweise etwa 20–30 cm.
Wie verhindere ich, dass der Kopf wackelt?
Stopfe den Hals vor dem Schließen der Naht fest mit Füllwatte aus und achte darauf, dass die Naht einmal vollständig rundherum verläuft. Eine zweite Naht rund um den Hals sorgt für zusätzliche Stabilität.
Kann ich Amigurumi-Teile ankleben, statt sie anzunähen?
Eine genähte Verbindung ist stabiler und hält beim Spielen und Waschen besser. Klebstoff kann sich lösen und eignet sich daher nicht für Häkeltiere, die häufig angefasst werden.
Was bedeutet 缝合 in einer Anleitung?
缝合 bedeutet „zusammennähen“. 留长线 (einen langen Faden stehen lassen) steht normalerweise direkt davor.
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